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Klang
Klang im Kloster St. Urban
Grosse Klangrotation
Klangerlebnis Biberist
Zen-Weisheitsgeschichte
Ein Professor wanderte weit in die Berge, um einen berühmten Zen-Mönch zu besuchen. Als er den Mönch gefunden hatte,
stellte er sich höflich vor, nannte alle seine akademischen Tital und bat um Belehrung. "Möchten sie Tee?" fragte der Mönch.
"Ja, gern", antwortete der Professor. Der Mönch schenkte ihm Tee ein. Die Tasse war voll, aber der Mönch schenkte weiter ein,
bis der Tee überfloss und über den Tisch auf den Boden tropfte. "Genug!" rief der Professor. "Sehen sie nicht, dass die Tasse
schon voll ist? Es geht nichts mehr hinein."
Der Mönch antwortete: "Genau wie diese Tasse sind auch sie voll von ihrem Wissen und ihren Vorurteilen. Um Neues zu lernen,
müssen Sie erst ihre Tasse leeren".
Fabel aus Indien
ein Hund des Weges. Der Hund bemerkte, dass das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war. Vorsichtig und ängstlich
öffnete er das Tor und ging in den Temel hinein. Hunde wissen natürlich nicht, was ein Spiegel ist und was er vermag.
Nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Der Hund begann zu knurren und blickte
in die vielen Spiegel, und überall sah er einen Hund, der ebenfalls knurrte. Da begann er, die Zähne zu fletschen. Im selben
Augenblick begannen die tausend Hunde die Zähne zu fletschen, und der Hund bekam es mit der Angst zu tun. So etwas hatte
er noch nie erlebt. Voller Panik lief er, so schnell er konnte, aus dem Tempel hinaus. Dieses furchtbare Erlebnis hatte sich tief in
das Gedächtnis des Hundes gegraben. Fortan hielt er es für erwiesen, dass ihm andere Hunde feindlich gesinnt seien.
Die Welt war für ihn zu einem bedrohlichen Ort geworden, und er wurde von nun an von anderen Hunden gemieden. So lebte er
verbittert bis ans Ende seiner Tage.
Die Zeit verging, und wie es der Zufall will, kam eines Tages ein anderer Hund des Weges. Der Hund bemerkte, dass das Tor zum
Tempel der tausend Spiegel geöffnet war. Neugierig und erwartungsvoll öffnete er das Tor und ging in den Tempel hinein. Hunde
wissen natürlich nicht, was ein Spiegel ist und was er vermag. Nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend
Hunden umgeben. Und der Hund begann zu lächeln. Er blickte in die vielen Spiegel, und überall sah er einen Hund, der ebenfalls
lächelte - so gut Hunde eben lächeln können.
Und der Hund begann vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln. Im selben Augenblick begannen auch die tausend Hunde mit ihren
Schwänzen zu wedeln, und der Hund wurde noch fröhlicher. So etwas hatte er noch nie erlebt. Voller Freude blieb er, solange er
konnte, im Tempel und spielte mit den tausend Hunden. Dieses schöne Erlebnis hatte sich tief in das Gedächtnis des Hundes
eingegraben. Fortan sah er es als erwiesen an, dass ihm andere Hunde freundlich gesinnt sind. Die Welt war für ihn ein freundlicher
Ort, und er ward von anderen Hunden gern gesehen und lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.